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Literarisch-politische Anmerkungen zum Zeitgeschehen. Poetisches und Kritisches. Romantik und Rebellion. Über mich und meine Sicht der Dinge. Neues aus meiner Schreibwerkstatt. Liebe, Leben, Literatur.

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Zehn Jahre Gräfenberger "Poeten-Eckela"

Vor zehn Jahren, während Gräfenberg von Neonazi-Aufmärschen terrorisiert wurde, die das Bürgerforum mit phantasievollen Gegenaktionen beantwortete, bildete sich im Ritter-Wirnt-Städtchen zugleich eine Bürgerinitiative der etwas anderen Art: Das „Poeten-Eckela“. Nach dem Vorbild anderer Städte hieß es ab 2007: „Gräfenberg liest!“ Die Idee: Mitbürger lesen einmal im Monat aus ihren Lieblingsbüchern oder stellten ihre Lieblingsautoren vor und plaudern darüber mit dem Publikum. Am 6. Oktober 2007 startete die Lesereihe am gemütlichen grünen Kachelofen in der „Wirthschaft zum Eckela“ mit der Gräfenberger Bücherei-Leiterin Helga Vogler. Seitdem lasen hier an 75 Sonntagnachmittagen 62 mehr oder weniger prominente Bürgerinnen und Bürger, zwischen elf und 81 Jahre alt. Moderiert wurde der literarische Kaffee-Plausch von den Initiatoren Otto Müller und Manfred Schwab.

 

Besondere Highlights waren die Lesung von Erich Ude, Ehrenmitglied des Nürnberger Staatstheaters und Regisseur/Hauptdarsteller des Marktspiels „Gräfenberger Friedensplätzler“ und von Ewald Arenz (zum fünfjährigen Jubiläum).

 

Die 75. Lesung am vergangenen 29. Oktober war zugleich der 2. Gräfenberger Wigalois-Poetry-Slum, mit dem künftig jeweils im Herbst die neue Lesestaffel begonnen werden soll. Die Lesungen finden inzwischen an verschiedenen Orten statt, vor allem in „Friedmanns Bräustüberl“ vor dem restaurierten Hiltpoltsteiner Tor.

 

Zum 10jährigen Jubiläum am Sonntag, 12. Oktober um 16 Uhr liest im Historischen Rathaus Gräfenberg  Helmut Haberkamm unter dem Motto: „Horch amoll – siggsdersla!“

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